Zürich ist schön

Heute war ich in Zürich. Ich hatte da einen Geschäftstermin. Vor dem Treffen hatte ich noch ein bisschen Zeit, um in der City einen Café trinken zu gehen. Ich muss sagen, Zürich gefällt mir wirklich gut. Unglaublich, dass sich Städte so drastisch voneinander unterscheiden können.

In Zürich geht es den Menschen anscheinend gut, weil wirklich alle, die ich getroffen habe nett gewesen sind. Ich meine nicht so aufgesetzt freundlich, sondern wirklich nett. Kann ich ganz gut verstehen, würde ich in so einer schönen Stadt wohnen, wäre ich auch glücklich. Das gibt es wirklich selten, dass eine Stadt direkt an einem See gelegen ist. Und der Züricher See ist wirklich schön. Außerdem ist die Altstadt auch wunderschön. All die kleinen Gässchen und die Fachwerkhäuser inmitten der City – ein Traum.

Hier hat man womöglich etwas mehr Lebensqualität als in so einer Stadt wie Berlin. Nicht falsch verstehen, Berlin ist toll, aber die Hauptstadt bereitet mir auch oftmals Kopfschmerzen. Die vielen Menschen, der Lärm und die so offen nach außen getragene Kaputtheit ist manchmal unglaublich deprimierend. Zumindest für mich. Ich hab es einfach lieber schön.

Ein bisschen mehr heile Welt würde mir ganz guttun. Aber das kann man kaum jemandem erzählen. Jeder ist von Berlin begeistert und wenn man sich über etwas aufregt und das auch sagt, dann wird man als Bauerntrottel hingestellt, der sich zum Hauptstadtleben nicht eignet. Aber so ist das nicht, ich bin nur in einer etwas schöneren Welt aufgewachsen, mit mehr Grünflächen und Menschen, die nicht so viel leiden.

Komisch, ich wollte schon Jahre bevor ich nach Berlin gezogen bin, auch hierher. Doch jetzt will ich nur noch weg. Ich weiß nicht, ob ich die Stadt vermissen werde, aber ich weiß, dass sie mir nicht immer guttut und sie deshalb nicht mehr lange eine Option für mich ist.

1 Kommentar 24.9.11 13:16, kommentieren

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Männer und Kompetenz...

Zum Glück bin ich seit ein paar Tagen wieder gesund. War echt anstrengend. Ich bin gar nicht so gut darin krank zu sein und eine Woche zu Hause im Bett zu liegen, das ist für mich keine Erholung, sondern eine Qual. Aber wie gesagt, das ist vorbei. Ich hoffe nur, dass ich das für dieses Jahr abhacken kann. Schließlich habe ich echt viel aufzuholen. Ich meine in der Arbeit. Da ist einiges liegengeblieben und darüber hat sich natürlich keiner gefreut, vor allem nicht mein Chef. Aber ich konnte ja nichts dafür. Ich hab mir das nicht ausgesucht. Egal, jetzt liegt es ja hinter mir.

Mein Projekt hat für die paar Tage ein Kollege betreut, der sich leider Gottes überhaupt nicht mit dieser Art der Projekte auskennt. Er denkt natürlich, er wäre der Bau-Experte vor dem Herrn, aber leider nicht. Ich frage mich oftmals warum Männer vorgeben, sie könnten alles? Irgendwie haben sie ein Problem damit, zugeben zu müssen, dass sie in irgendetwas nicht so gut sind. Und wenn eine Frau mehr Plan hat, als sie, dann wird das erst richtig schlimm. Wie oft ich mich mit meinen männlichen Kollegen rumstreiten musste, weil sie dachten, sie könnten mir Ratschläge erteilen.

Ich hab nichts gegen Ratschläge, die Sinn machen, aber wenn jemand gar keinen Plan hat, soll er sich raushalten. Ich hab mich natürlich durchgesetzt, doch was ich übriggelassen habe, war das zerbrochene Selbstbewusstsein von zahlreichen Männern. Ich würde sie ja bemitleiden, aber die meisten von ihnen haben sich danach recht unkollegial verhalten, so dass mir nichts anderes übrig bleibt, als sie zu ignorieren. Deswegen sagen sie hinter meinem Rücken, ich wäre eine Emanze. Stört mich nicht. Sollen sie nur. Ich konzentriere mich in der Zwischenzeit auf meine Arbeit und schwimme ihnen davon.

15.9.11 12:44, kommentieren

Krank im Bett

Meine liebe Güte. Ich habe eine Grippe oder eher einen Infekt und deswegen bin ich nun für mindestens eine Woche krankgeschrieben. Das ist echt heftig. Ich mein, auch wenn ich mich ein bisschen über die freie Zeit freue, ich weiß nicht, ob das so ein Spaß wird. Ich zähle nämlich eher zu den Workaholic, die ohne Arbeit etwas aufgeschmissen sind. Bei mir ist das noch nicht so schlimm, denn ich kann mich auf ganz gut alleine beschäftigen, ohne an die Arbeit zu denken, aber eine Woche? Puh, das wird wirklich hart.

Bereits am Samstag habe ich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich habe mich schlapp gefühlt und wollte nicht mal mehr zu meinem Training. Ich gehe nämlich jeden Samstag Vormittag zum Spinning, aber diesen Samstag musste ich das auslassen.

Am Nachmittag habe ich schon auf dem Sofa gelegen und fühlte mich fiebrig. Ich dachte erst einmal, das wäre nicht so schlimm. Zumindest habe nach einer harten Arbeitswoche ab und zu das Gefühl, dass ich leicht erhitze, aber das war diesmal echt komisch. Abends konnte ich nicht mal mehr zu meiner besten Freundin auf den Geburtstag.

Den Sonntag habe ich auch im Bett verbracht, bei 38,3 Fieber. Das war wirklich kein Spaß. Da ich mich am Montag noch nicht besser gefühlt habe, musste ich mir eingestehen, dass ich so nicht zur Arbeit fahren kann. Der Arzt meinte zu mir, ich müsste im Bett liegenbleiben, was mir gerade nicht besonders schwer fällt, da ich mich eh sehr schwach fühle. Aber es nervt.

Klar, man erkrankt immer zur falschen Zeit, aber bei mir ist das wirklich nicht gerade die Top-Zeit. Ich habe in der Arbeit gerade superviel zu tun und mein Projekt kann nicht eine Woche liegenbleiben. Aber was soll ich machen?

1 Kommentar 5.9.11 13:54, kommentieren